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Alltagshilfen
WirMobil ist der vom Land Berlin finanzierte Sonderfahrdienst (früher Telebus) für Menschen mit schwerer Mobilitätseinschränkung. Gefahren wird von Tür zu Tür, mit rollstuhlgerechten Fahrzeugen und Hilfe beim Ein- und Aussteigen, täglich von 5 bis 1 Uhr in ganz Berlin sowie bis fünf Kilometer über die Stadtgrenze und zum Flughafen BER. Der Dienst ist auf private Freizeitfahrten beschränkt; Fahrten zu Arbeit, Werkstatt oder Arztterminen sind ausgeschlossen. Voraussetzung ist eine Berechtigtennummer des LAGeSo, es fällt ein Eigenanteil an.
Wer sich allein nicht mehr sicher mit Bus und Bahn bewegt, wird beim VBB-Begleitservice kostenfrei von der Haustür bis zum Ziel und auf Wunsch wieder zurück begleitet. Das Angebot gilt täglich von 7 bis 22 Uhr im Tarifbereich Berlin AB einschließlich Flughafen BER. Angemeldet wird frühestens eine Woche und spätestens am Vortag, telefonisch werktags von 9 bis 16 Uhr. Ein gültiger Fahrschein für Bus und Bahn wird benötigt, die Begleitung selbst kostet nichts.
Der Fahrdienst aus Prenzlauer Berg ist seit über 15 Jahren auf barrierefreie Beförderung in Berlin und Brandenburg spezialisiert. Gefahren wird mit rollstuhlgerechten Fahrzeugen zu Dialyse, Reha, Arzt- und Therapieterminen, aber auch zu privaten Anlässen und zum Flughafen BER. Das Personal ist für den Rollstuhltransport und den Umgang mit älteren Fahrgästen geschult. Die Preise werden individuell nach Strecke und Aufwand kalkuliert, Kostenvoranschläge sind kostenfrei.
Der Haushaltsservice übernimmt berlinweit Reinigung von Bad, Küche, Böden und Fenstern, Wäsche waschen und bügeln, Gardinen abnehmen sowie Einkäufe und Botengänge. Das Angebot ist nach § 45a SGB XI anerkannt und über einen Vertrag nach § 45b SGB XI abrechenbar – Pflegebedürftige können also den monatlichen Entlastungsbetrag von 131 Euro dafür einsetzen. Auch Selbstzahlerinnen und Selbstzahler ohne Pflegegrad können den Dienst buchen. Beraten wird über ein kostenfreies Servicetelefon werktags von 9 bis 14 Uhr.
Der ASB Berlin bietet einen stationären Hausnotruf und zusätzlich einen mobilen Notruf, der auch beim Einkaufen oder Spaziergang schützt. Nach Auslösen des Knopfes besteht sofort Sprechkontakt zur ständig besetzten Notrufzentrale, die auf hinterlegte Angaben zu Erkrankungen, Medikamenten und Ansprechpersonen zugreift. Wie die Hilfe im Einzelfall aussieht, wird vorab in einem persönlichen Beratungsgespräch festgelegt. Ab Pflegegrad 1 ist eine Kostenbeteiligung der Pflegekasse möglich.
Der DRK-Kreisverband versorgt Potsdam und das westliche Umland mit Hausnotrufgeräten und übernimmt Installation, Einweisung und Wartung. Die Rufe laufen rund um die Uhr in einer Notrufzentrale auf, die Angehörige oder den Rettungsdienst verständigt. Der Grundpreis liegt bei rund 25,50 Euro im Monat; bei anerkanntem Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse einen Großteil davon, den Antrag stellt das DRK für die Kundinnen und Kunden.
Vom Johanniter-Quartier in Potsdam-West aus betreuen die Johanniter Hausnotrufkundinnen und -kunden in Potsdam, Beelitz, Michendorf und Luckenwalde. Der Funksender wird als Kette oder Armband getragen und stellt auf Knopfdruck die Verbindung zur Notrufzentrale her. Angeboten werden drei Pakete – Basis, Komfort und Premium – die sich unter anderem in Schlüsselhinterlegung und regelmäßigen Kontaktanrufen unterscheiden. Der Einbau der Basisstation ist kostenfrei, bei Pflegegrad beteiligt sich die Pflegekasse.
Der Menüservice des Berliner Roten Kreuzes liefert seit über 50 Jahren warme Mittagessen ins Haus – in Berlin und in Potsdam, an 365 Tagen im Jahr. Zur Auswahl stehen über 230 Gerichte, darunter Schon-, Diabetiker- und vegetarische Kost; alternativ gibt es Tiefkühlmenüs im Wochenpaket. Es gibt keine Vertragsbindung und keine Mindestabnahme, bestellt wird telefonisch oder im Online-Menüshop. Die Auslieferung übernehmen feste Fahrerinnen und Fahrer, die auch kurz nach dem Rechten sehen.
Der Fahrbare Mittagstisch bringt frisch gekochte Mahlzeiten in viele Berliner Bezirke, unter anderem nach Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Pankow, Treptow-Köpenick, Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln. Angeboten werden Hausmannskost, leichte Gerichte, Eintöpfe und vegetarische Menüs; Liefergebühren fallen nicht an. Änderungen sind bis 13 Uhr für den Folgetag möglich, Wochenendessen werden gekühlt vorab geliefert. Träger ist der traditionsreiche Berliner Wohlfahrtsverband Volkssolidarität.
Die Landhausküche – bis 2023 unter dem Namen Menütaxi bekannt – liefert warme Mittagsgerichte täglich bis an die Wohnungstür, in Berlin und im angrenzenden Umland bis Schönefeld. Bestellt werden kann tageweise oder dauerhaft, ohne Vertragsbindung. Neben normaler Kost gibt es Menüs für besondere Ernährungsbedürfnisse, etwa passierte oder energiereiche Gerichte. Der Anbieter gehört zur bundesweit tätigen apetito-Gruppe.
Der Menüservice der Johanniter bringt täglich eine warme, ausgewogene Mahlzeit nach Hause – auch an Wochenenden und Feiertagen. Bestellt wird flexibel, es besteht keine Abnahmepflicht. Wer möchte, kombiniert den Menüdienst mit dem Hausnotruf desselben Trägers, sodass eine Ansprechstelle für beides zuständig ist. Die Fahrerinnen und Fahrer sind feste Bezugspersonen und melden sich, wenn niemand öffnet.
Der Berliner Landesverband des Roten Kreuzes betreibt eine eigene Notrufzentrale, die rund um die Uhr besetzt ist. Auf Knopfdruck – über einen Sender am Handgelenk oder als Halskette – kommt sofort eine Sprechverbindung zustande; im Ernstfall werden Angehörige, Bereitschaftsdienst oder Rettungsdienst alarmiert. Neben dem stationären Hausnotruf gibt es einen Mobilruf für unterwegs. Ab Pflegegrad 1 übernimmt die Pflegekasse auf Antrag die Kosten des Basispakets weitgehend, das DRK übernimmt die Antragstellung.
Die Malteser bieten in ganz Berlin ein Hausnotrufsystem mit 24-Stunden-Zentrale an. Wer stürzt oder sich unwohl fühlt, drückt den Funkknopf und ist sofort mit geschultem Personal verbunden, das Angehörige, den Hintergrunddienst oder den Rettungsdienst verständigt. Auf Wunsch wird ein Schlüssel hinterlegt, damit Helfende auch ohne Türöffnung ins Haus kommen. Beratung und Hausbesuche sind auch auf Englisch, Französisch, Spanisch und Türkisch möglich; ab Pflegegrad 1 beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten.
Der Regionalverband Berlin der Johanniter betreibt eine eigene Hausnotrufzentrale mit Servicecenter in Tempelhof. Der wasserdichte Funksender wird als Armband oder Kette getragen; ein Druck genügt, um Kontakt zur Zentrale herzustellen. Es gibt gestaffelte Pakete (Basis, Komfort, Premium) mit Schlüsselhinterlegung und regelmäßigen Sicherheitsanrufen. Notrufe können auch in russischer Sprache abgesetzt werden; bei anerkanntem Pflegegrad beteiligt sich die Pflegekasse an den monatlichen Kosten.